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Welches Zelt für den Berg

Ein kleiner druck auf den Startknopf, und los geht die Windanlage auf der Outdoor 2007. Der Propeller fängt sich zu drehen und es entsteht einen bis zu 130 Stundenkilometer starken Luftstrom. Unmittelbar davor krümmt sich ein Zelt im künstlichen starken Wind. Ein Zelt darf im Sturm nicht umkippen, keinen Niederschlag aufnehmen und muss vor Feuchte schützen. Je nach Einsatz Zweck soll es auch hinlänglich Raum zur Verfügung stellen, so dass man darin bequem schlafen, und kochen kann. In der Apsis soll Raum für die nasse Ausrüstung sein. Nur wenn ein Zelt diese Bedingungen erfüllt, ist es für eine Tour am Berg] verwendbar. Nur in diesem Fall baut man auch bei drohendem Unwetter sein Zelt beruhigt auf und schlüpft schlapp, aber befriedigt in den Schlafsack. Nur in diesem Fall kann man entspannt dem Rauschen des Gletscherbaches lauschen.

Haust man dagegen in einer schwankenden Höhlung, wird die Tour schnell zum Krampf.

Dabei ist ein hoher Preis keine Gewährleistung für entsprechende Leistung, das zeigten schon mehrere Test von Zelten bis 700 Euro. Manche Modelle bestehen den Windtest nicht, bei anderen ist nicht ausreichend Fläche dabei. Bei ausgewählten Herstellern kann man auch mit günstigem Modell ohne Furcht auf Tour gehen. Zum Beispiel das Aries Mesh von Exped ist ein günstiges Zelt in dieser Kategorie und ansonsten ein leichtes, 2,2 Kilogramm zeigt die Waage an. Einbuße beim Wetterschutz hat man dennoch nicht zu befürchten. Es besitzt im Innern einen Dachlüfter welcher bei Bedürfnis für Umluft sorgt. Es geht auch mit mehr Pracht wie zum Beispiel das MSR Mutha Hubba. Der Pracht hat allerdings einen höheren Preis. Mit 3 Kilo ist es jedoch extrem leichtgewichtig für diese Größe. Gut abgespannt, schützt das MSR selbst vor 130 km/h Wind. Auch anhaltenden Niederschlag oder nassen Waldböden hält es Stand. Die Apsiden anbieten hinreichend Spielfeld für das Equipmant, im Innenzelt ist genug Platz für drei Leute. Das Fazit: man sollte sich vor dem Erwerb eines Zeltes wissen was man unternehmen möchte, und sich im Fachhandel beraten lassen.

Silvio Graupner

Info(at)biwakscharte.de

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