Entwicklung der mechanischen Uhr
Bis heute kann nicht genau bestimmt werden, wann die mechanische Uhr das Licht der Welt erblickte. Es konnte jedoch nachgewiesen werden, dass erstmals im Jahre 1269 von einem Uhrmacher die Rede war. Beweise dafür konnten in einer Bierrechnung aus diesem Jahr für ein Kloster gefunden werden. Die erste Erwähnung einer mechanischen Uhr kann auf das Jahr 1335 datiert werden.
Es ist erwiesen, dass die mechanischen Uhren einer stetigen Weiterentwicklung unterzogen wurden. Die ersten mechanischen Uhren waren sehr große Geräte, die zumeist in Klöstern und großen Kirchen zu finden waren. Die Uhren wurden mit großen Räderwerken angetrieben, was ihnen den Beinamen Räderuhr einbrachte. Das Räderwerk der Uhren bestand aus verschiedenen Zahnrädern. Im Jahre 1427 wurde von Heinrich Arnold die Uhrfeder entwickelt, die ebenfalls zum Betrieb der mechanischen Uhren verwendet wurde.
Neben der Räderuhr wurden jedoch auch andere Uhren zur Zeitmessung verwendet. Dazu gehörte unter anderem die Sanduhr. Sie galt als sehr zuverlässiges Instrument und auch die Räderuhr konnte die Sanduhr nicht vom Markt verdrängen. Die Räderuhr galt als Zeichen für Reichtum. Aus diesem Grund breitete sie sich schnell in Europa aus. Doch die Uhren waren zu groß und zu teuer, als dass sie in üblichen Bürgerhäusern Einzug halten konnten. Aus diesem Grund wurden hier auch weiterhin die beliebten Sanduhren zur Messung der Zeit verwendet. Auch in der Schifffahrt erfreute sich die Sanduhr ungebrochener Beliebtheit.
Die Räderuhren - also die mechanischen Uhren - konnten sich auf Grund stetiger Verbesserungen jedoch immer weiter durchsetzen. Die starke Verkleinerung führte dazu, dass die mechanischen Uhren nun auch in Hosen- und Westentaschen Einzug hielten.
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