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Schmuck mit Mondstein

Seinen Namen verdankt der Mondstein seinem geheimnisvollen Lichtspiel. Diese Eigenschaft der „Adulareszenz“ bewirkt, dass der Stein, wenn er bewegt wird, immer wieder ein anderes Farbenspiel zeigt. Da man darin die Phasen des Mondes zu erkennen glaubte, bekam er seinen Namen „Mondstein“. Dieses Farbenspiel und sein zauberhaftes Schimmern machen den Mondstein zu einem sehr begehrten Stein für Schmuck. Dass der Mondstein schon vor etwa einhundert Jahren sehr beliebt war, zeigt der Schmuck aus dieser Zeit, vor allem die Kreationen von Lalique.

Das klassische Herkunftsland für Mondstein ist Sri Lanka. Dieser Mondstein hat einen fast transparenten Hintergrund und schimmert leicht bläulich. Mondstein aus Indien hat einen braunen, beigebraunen, grünlichen oder orangefarbenen Hintergrund und ein wolkenartiges Lichtspiel.

Es ist verständlich, dass ein Stein mit einem so geheimnisvollen Schimmern von Mythen und Legenden umgeben ist. So gilt der Mondstein in Indien als „heiliger Stein“, aber auch als „Traumstein“, der für schöne Träume sorgen soll. In arabischen Ländern wird der Mondstein als Symbol für die Fruchtbarkeit der Frau gesehen, weshalb man ihn in die Kleidung einnäht.

Als „Stein der Liebenden“ soll der Mondstein Liebesglück bewahren helfen und zärtliche Gefühle hervorrufen. Auch soll er Intuition und Einfühlungsvermögen stärken.

Mondstein trägt auch den Namen „Adular“, weil dieses Kali-Tonerde-Silikat, eine Varietät des Feldspates, auch in den Alpen nahe der Adular-Gruppe gefunden wird. Die Bezeichnung „Selenit“ vom griechischen Wort „selenites“ für Mond ist ein weitere Name des Mondsteins.

Als Rohstein ist der Mondstein eher unspektakulär und zeigt noch wenig von seinem besonderen Lichtschimmer. Die Kunstfertigkeit des Schleifers lässt die Schönheit erst zu Tage treten. Wesentlich dafür, dass der Stein geschliffen all seine Wirkung entfalten kann, ist die richtige Höhe des Steins und dass der Schleifer die Achsen zum Schleifen genau am Zenith des Steins ausrichtet. Mondstein wird fast ausnahmslos als Cabochon geschliffen, weil Facetten den dem Stein eigenen Schimmer nicht zur Geltung kommen lassen würden. Dieser Lichtschimmer wird verursacht durch den lamellenartigen inneren Aufbau des Steins, der das Licht streut.

Susan Müller - ralf-richter1/a/gmx.de

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