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Schmuck mit seltenen Edelsteinen

Sie haben noch nie von Chrysokoll gehört? Vom Chrysopras auch noch nicht? Macht nichts. Das geht den Meisten so. Schade eigentlich, denn es sind besondere Edelsteine, die in Schmuck wunderschön sind, aber sehr selten anzutreffen. Besonders der Chrysokoll entfaltet in Silberschmuck eine herrlich frische Ausstrahlung.

Der Name „Chrysokoll“ setzt sich zusammen aus den griechischen Worten „chrysos“ für Gold und „kolla“ für Leim. Chrysokoll ist ein Mineral, das in der Oxidationszone von Kupferlagerstätten gebildet wird. Dort tritt es gemeinsam mit anderen Mineralien wie zum Beispiel Azurit, Malachit, Limonit und Türkis auf. Eine Besonderheit tritt gelegentlich auf, eine Verwachsung von Chrysokoll mit Malachit und Türkis, der dann Eilatstein genannt wird, benannt nach dem Fundort Eilat in Israel.

Der sehr weiche Stein – er hat nur eine Mohs-Härte von 2 bis 4, wenn er nicht mit Quarz verwachsen ist, was allerdings oft vorkommt und ihm eine Härte von 6 verleiht – ist grünlich bis blau, türkisblau oder auch smaragdgrün, matt oder glasgänzend und tritt durchscheinend oder undurchsichtig auf. Gefunden wird er an sehr vielen Stellen auf der Welt, so in Halsbach/Baden, Saalfeld / Thüringen, England, Kasachstan, Rußland (Ural), USA (Kalifornien, Arizona), Namibia, Sambia, Mexiko und Israel.

Neben seiner Funktion als wichtiger Kupfer-Erz-Lieferant wird Chrysokoll in seinen schönfarbigen Varietäten gern als Cabochon geschliffen zu Schmuck verarbeitet, aber auch zu Ziergegenständen. Chrysokoll ist wäremempfindlich und reagiert mit Säuren. Zum Reinigen kann man Seifenwasser benutzen.

Auch der Name „Chrysopras“ stammt, zusammengesetzt mit „prasmai“ für schätzen, aus dem Griechischen, und die alten Griechen und die Römer stellten schon Schmuck aus Chrysopras her. Er ist grün in vielen Schattierungen, apfelgrün, smaragdgrün, blaugrün, matt oder glasglänzend und tritt durchscheinend und undurchsichtig auf. Es handelt sich um einen Quarz, und zwar um eine Varietät des Chalcedon. Chrysoprase kommen aus USA, Brasilien, Australien, Tansania, Simbabwe, Russland und Polen.

Aus der schon seit dem 14. Jahrundert ausgebeuteten Lagerstätte Frankenstein (Zabkowice) in Oberschlesien/Polen stammen die Platten für die Wandvertäfelungen der Wenzelskapelle des Veitsdoms auf dem Prager Hradschin und für das Schloß Sanssouci Friedrichs des Großen in Potsdam.

Schmuck mit Chrysopras sollte nicht dauerndem starken Sonnenlicht ausgesetzt werden, weil er ausbleicht, was zur Folge hat, dass das schöne satte Grün milchig wird. Ringe sollten unbedingt vor der Arbeit mit Reinigungs-und Spülmitteln abgelegt werden.

Susan Müller - ralf-richter1/a/gmx.de

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