Strukturierung des Portfolios in Zeiten volatiler Märkte
In Zeiten volatiler Aktienmärkte fällt es vielen Privatanlegern sehr schwer, ihr weiteres Vorgehen zu bestimmten bzw. eine angepasste Anlagestrategie zu entwickeln. Denn meist sind Privatanleger überwiegend in Aktienfonds investieren – und in Zeiten ständig steigender und wieder fallender Börsenkurse, können Investments in Aktienfonds entsprechende Verluste nach sich ziehen.
Dementsprechend könnte man aus dem Markt aussteigen und auf Nummer sicher gehen. Gleichzeitig würde das aber auch bedeuten, dass man Trandingchancen ungenutzt lassen würde. Schließlich könnte es auch sein, dass die Märkte über einen längeren Zeitraum wieder steigen – und dann wäre es ärgerlich, wenn man von den Kursanstiegen nicht profitieren würde. Folglich wünschen sich viele Anleger ein Anlagekonzept, das eine sichere Anlage ermöglicht und trotzdem Renditechancen beinhaltet.
Allerdings ist es nicht gerade einfach, solch ein Anlagekonzept zu entwickeln. Wer Renditechancen wahrnehmen möchte, der muss auch Risiken eingehen. Folglich kann Anlegern mit entsprechenden Wünschen nur geraten werden, ihr Portfolio entsprechend zu gewichten. Somit sollte es sichere Investments beinhalten, als auch Investments mit entsprechenden Renditechancen.
Was die sicheren Anlageformen betrifft, so ist es nicht verkehrt auf Festgeld, Anleihen bzw. Rentenfonds, Geldmarktfonds und Immobilienfonds zu setzen. Zwar können auch diese Anlagen – abgesehen vom Festgeld – Kursschwankungen unterliegen, doch größere Verluste sollten ausbleiben. Im Bezug auf Anlageformen mit Renditechancen bleibt zu sagen, dass vor allem Aktienfonds und Zertifikate (Basketzertifikate und Bonuszertifikate) sehr interessant sind. Im Gegensatz zu Aktien ist das Verlustrisiko nicht so groß und gleichzeitig können dennoch beachtliche Renditen erzielt werden.
Gleichzeitig stellt sich die Frage, in welchem Verhältnis die Gewichtung erfolgen soll. Hier bleibt zu sagen, dass die Gewichtung der einzelnen Anlagen in erster Linie davon abhängig ist, welcher Anlegertyp man ist und wie man die Entwicklung der Märkte einschätzt. Konservativen Anlegern kann durchaus nahe gelegt werden, 90 Prozent ihres Kapitals oder sogar noch mehr in sichere Anlageformen zu investieren. Wer hingegen risikobereit ist, kann den Anteil der sicheren Anlagen deutlich reduzieren.
Autor: J. Meyer [info ätt finanzen - fachwissen de]