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Science Fiction Filme

Der Science Fiction Film gehört im Grunde zur großen Familie der Abenteuerfilme. Denn wie andere Genres des Abenteuerfilms (z.B. Fantasyfilm, Piratenfilm, Western) hat der Science Fiction Film in aller Regel eine spannende actionreiche Handlung, in der heldenhafte Figuren sich bewähren müssen. Die Handlung ist im Abenteuerfilm meist strukturiert als abenteuerliche Reise. In einer näheren Bestimmung kann der Science Fiction Film als Komplementärgattung zum Fantasyfilm angesehen werden. Während im Fantasyfilm die Handlung in einer ungewissen Vergangenheit angesiedelt ist und Figurentypen und Handlungsweisen aus “alten Zeiten” vorgeführt werden (Feen, Könige, Zauberei), spielt der Science Fiction Film normalerweise in einer ungewissen Zukunft, die über technische Möglichkeiten verfügt, die der Gegenwart nicht zur Verfügung stehen (Reisen zu fernen Planeten, Verständigung mit Außerirdischen).

Als literarische Vorbilder der Science Fiction sind besonders die Werke von zwei Autoren zu nennen: Jules Verne, der im 19. Jahrhundert technische Zukunftsvisionen wie etwa die “Reise zum Mond” beschrieb, von denen einige inzwischen verwirklicht sind und in ihrer abenteuerlichen Darstellung viele Filmdrehbücher inspiriert haben. Herbert George Wells hat ebenfalls wichtige Motive zur Science Fiction beigesteuert, insbesondere die Idee der Zeitmaschine. Einige der wichtigsten Motive im Science Fiction Film sind: Wesen, die wie Menschen aussehen und auftreten, aber keine sind; Begegnungen mit Außerirdischen; Macht der Computer; die Zeitmaschine.

Im Folgenden werden in aller Kürze einige bekannte Science Fiction Filme vorgestellt, in denen die eben genannten Motive verarbeitet sind:

Menschenähnliche Wesen: In dem Stummfilm “Metropolis” (Fritz Lang, 1926) wird eine zweigeteilte Gesellschaft in unbestimmter Zukunft gezeigt. Reiche Leute stehen ganz oben, die Masse steht ganz unten. Ein Wissenschaftler erschafft eine künstliche Frau, die die Massen zum Aufstand und damit zu ihrem Untergang verleiten soll. Am Ende wird das Kunstwesen zerstört, Arm und Reich versöhnen sich. In “Blade Runner” (Ridley Scott, 1982) tauchen mehrere “Replikanten” (Androiden, menschenähnliche Kunstwesen) auf. Die Handlung des Films besteht darin, dass die menschlichen Hauptfiguren versuchen müssen, die Replikanten aus dem Weg zu räumen. Die Faszination der Filmidee entsteht daraus, dass die Replikanten sich als sympathischer erweisen als ihre menschlichen Gegenspieler.

Begegnungen mit Außerirdischen: Im “E.T. - Der Außerirdische” (Steven Spielberg, 1982) erscheint ein hässlicher, aber harmloser Außerirdischer auf der Erde, freundet sich mit Kindern an und reist schließlich mit einem Raumschiff wieder ab. Auch in “Independence Day” (Roland Emmerich, 1996) besuchen Außerirdische die Erde, allerdings in zerstörerischer Absicht. Sie vernichten große Teile der Menschheit, bevor der Gegenschlag gelingt.

Macht der Computer: In “2001 - Odyssee im Weltraum” (Stanley Kubrick, 1968) reist ein Team von Astronauten zum Jupiter. Sie haben den Computer HAL 9000 dabei, der alle Besatzungsmitglieder des Raumschiffs bis auf einen tötet. Der letzte Astronaut kann HAL 9000 überlisten und abschalten, aber die alptraumhafte Vorstellung, dass von Menschen geschaffene Werkzeuge intelligenter und mächtiger werden könnten als ihre Erfinder, hat dieser Film wie kaum ein anderer ins Bild gesetzt.

Die Zeitmaschine: In “Zurück in die Zukunft” (Robert Zemeckis, 1985) reist ein Jugendlicher aus dem Jahr 1985 ins Jahr 1955, wo er seine damals jugendlichen Eltern trifft, und wieder zurück. Als Zeitmaschine fungiert ein mit Plutonium angetriebenes Auto.

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