Schnecken in der Aquaristik
Vermutlich gibt es nur sehr wenige Aquarien, in denen keine Schnecken zu finden sind – selbst wenn viele Aquarianer überhaupt keine Schnecken kaufen. Es ist nämlich so, dass man sich die Schnecken mehr oder weniger einschleppt. Das kann zum Beispiel beim Kauf von Fischen oder Wasserpflanzen erfolgen. Selbst wenn man extra darauf achtet, dass den Pflanzen keine Schnecken anhaften, so kann dennoch ein unfreiwilliger Transport der Wirbellosen Aquarienbewohner erfolgen. Junge Schnecken sind nämlich so klein, dass man sie gar nicht so einfach erkennen kann, und des Weiteren kann es auch passieren, dass den Wasserpflanzen Laich anhaftet, der ebenfalls nur schwer mit dem Auge zu erkennen ist.
Es gibt sehr viele Aquarianer, die behaupten von einer Schneckenplage betroffen zu sein. In einigen Becken sind so viele Aquarium Schnecken angesiedelt, dass man meinen könnte, dass sie keine Fische, sondern Schnecken zur Schau stellen sollen. Allerdings ist es längst nicht so, dass das nicht gut wäre. Denn die Wirbellosen verkörpern sozusagen die Wasserpolizei und leisten einen immensen Beitrag zur Stabilisierung der Wasserqualität. So verzehren sie zum Beispiel alte Pflanzenreste oder übrig gebliebenes Fischfutter. Das wiederum ist sehr gut, denn ansonsten könnten die Pflanzenreste oder das Fischfutter zu faulen beginnen und somit die Wasserqualität verschlechtern.
Im Übrigen sind die meisten Aquarianer selbst daran schuld, wenn sie von einer Schneckenplage betroffen sind. Diese ist in den meisten Fällen darauf zurückzuführen, dass einfach zu viel Futter an die Fische verfüttert wird. Häufig meinen es die Aquarianer mit dem Fischfutter zu gut und tragen unabsichtlich dazu bei, dass sich die Schneckenpopulationen in ihren Becken immer schneller vergrößern. Dementsprechend müssen sie einfach nur die Futtermenge reduzieren, und schon bekommen sie das Schneckenproblem in den Griff. Alternativ kann auch zu anderen Maßnahmen, wie zum Beispiel zu einer Schneckenfalle gegriffen werden, doch besonders nachhaltig ist solch eine Lösung nicht.
Autor: J. Meyer [info ätt aquaristik - web de]