Hummerzubereitung
Um es vorweg zu nehmen – ohne ausreichende Kochkenntnisse sollte man am besten die Finger von der Hummerzubereitung in Eigenregie lassen. Auch wird der Hummer in der feinen Küche lebendig gegart, was vielleicht nicht jedermann über das Herz bringt – alternativ gibt es Hummer aber auch eiskalt aus der Tiefkühltruhe. Der lebende Hummer wird so zunächst in kochendes Salzwasser gegeben und mit der Zange zwei Minuten unter die Oberfläche bedrückt, danach wird die Temperatur herunter geschalten und der Hummer sanft gegart. Ist der Garprozess abgeschlossen, wird der Hummer nun mit der Zange aus dem Topf genommen und auf den Rücken gelegt, alle acht Beine werden nun vom Körper abgetrennt. Anschließend werden zudem die Scheren abgedreht und die Schale mit einer Hummerschere aufgebrochen. Hier ist nun Routine gefragt, denn das wertvolle Hummerfleisch sollte nach Möglichkeit in einem Stück aus den Schalenresten genommen werden. Nachdem das Fleisch aus Leib und Schwanz entfernt wurde, wird der Hummer längs aufgeschnitten und die Schale von der Unterseite abgehoben und die Kiemen entfernt. Die Leber lässt sich nun mit einem Löffel entnehmen. Nun ist der Hummer servierfertig und sollte nach Möglichkeit schnell aufgetragen werden. Hummer lassen sich ideal auf einer Fischplatte oder auch einem Fischteller auftragen – solche Geschirrteile können z.B. bei Ritzenhoff passend zum Gedeck nachgekauft werden. Bei einem exklusiven Hummermenü können die obligatorischen Menü-Beilagen wie Gemüse und Kartoffeln zurück geschraubt werden, denn er schmeckt am besten mit einem einfachen Dip, einem frischen Brot und eventuell Blattsalat. Auf eine geschmackliche Intensität des Dips sollte hier jedoch eher verzichtet werden – Knoblauch und stark gewürzte Saucen überdecken ungewollt den feinen Geschmack des Hummers.
Steffen - steffen/a/torstenmaue.net