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Diskussionen um Online Games berechtigt?

Sind Online Games wirklich so gefährlich, wie die Gegner uns gern weismachen wollen? Anlass von hitzigen Diskussionen um ein Verbot der besonders brutalen, sogenannten Killerspiele sind immer wieder Amokläufe von meist jungen Männern oder Jugendlichen, bei denen Unschuldige zu Schaden kommen. Dabei liegt das Problem nicht unbedingt nur bei den Spielen selbst, sondern eher an den Menschen, die sie spielen. Es kommt leider immer wieder vor, dass seelisch labile Menschen sich durch die Spiele im Internet die Bestätigung holen, die sie im Alltag nicht finden. Die Medizinische Hochschule in Hannover hat eine Studie erarbeitet nach der eine Personengruppe, die überwiegend aus jungen Männern besteht, besonders gefährdet ist. Diese Menschen flüchten aus ihrer realen Welt ins Netz, denn im Gegensatz zum wahren Leben können sie hier in Ballerspielen als Sieger dastehen. Auch finden sie Kontakt zu Gleichgesinnten und eine Art Gruppendynamik. Hier werden sie anerkannt, nicht ausgegrenzt oder ausgelacht. Bei vielen geht es so weit, dass das wahre Leben überhaupt nicht mehr stattfindet und sie den ganzen Tag vor dem Bildschirm sitzen, weder arbeiten noch essen oder schlafen. Folge dieser Abhängigkeit ist dann oft ein Realitätsverlust und es kann in glücklicherweise seltenen Fällen dazu führen, dass diese Menschen die Handlungen in ihren Killerspielen in Wirklichkeit ausprobieren. Die Hemmschwelle ist durch das exzessive Spielen der brutalen Spiele entsprechend herab gesetzt. Glücklicherweise ist die Mehrheit der Spieler sich durchaus bewusst, dass es sich um ein Spiel handelt, ähnlich wie Brettspiele, bei denen ja auch Figuren vom Feld geschlagen werden müssen. Möglicherweise vorhandene Aggressionen verbleiben im Spiel und werden nicht auf den Alltag übertragen.

nesta123@gmx.net

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